Insektenvielfalt in der Landwirtschaft – Fokus Grünland
Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind Lebensräume für viele Insektenarten und spielen eine wichtige Rolle, um deren Vielfalt zu bewahren. Doch durch Versiegelung, Nutzungsintensivierung und den Verlust von Strukturvielfalt in der Landschaft sind viele Insektenarten in ihrem Bestand gefährdet. Der Artenrückgang wirkt sich dabei negativ auf die weitere Nahrungskette, die Fruchtbarkeit der Böden, die Bestäubung von Nutzpflanzen sowie die natürliche Schädlingsregulierung aus.
Immerhin rund 25 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Brandenburg sind Grünlandflächen.
Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind Lebensräume für viele Insektenarten und spielen eine wichtige Rolle, um deren Vielfalt zu bewahren. Doch durch Versiegelung, Nutzungsintensivierung und den Verlust von Strukturvielfalt in der Landschaft sind viele Insektenarten in ihrem Bestand gefährdet. Der Artenrückgang wirkt sich dabei negativ auf die weitere Nahrungskette, die Fruchtbarkeit der Böden, die Bestäubung von Nutzpflanzen sowie die natürliche Schädlingsregulierung aus.
Immerhin rund 25 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Brandenburg sind Grünlandflächen.
Diese können – wenn sie entsprechend bewirtschaftet werden - wichtige Nahrungs- und Entwicklungshabitate für eine Vielzahl von Insektenarten sein und so dem derzeitigen Insektenschwund entgegenwirken.
Es sind wirksame Maßnahmen bekannt, Grünlandflächen so zu bewirtschaften, dass sie auch attraktive Lebensräume für Wildpflanzen und Insekten darstellen. In Brandenburg gibt es gute Initiativen und Projekte, die wertvolle Impulse für andere Akteure liefern können.
Diese können – wenn sie entsprechend bewirtschaftet werden - wichtige Nahrungs- und Entwicklungshabitate für eine Vielzahl von Insektenarten sein und so dem derzeitigen Insektenschwund entgegenwirken.
Es sind wirksame Maßnahmen bekannt, Grünlandflächen so zu bewirtschaften, dass sie auch attraktive Lebensräume für Wildpflanzen und Insekten darstellen. In Brandenburg gibt es gute Initiativen und Projekte, die wertvolle Impulse für andere Akteure liefern können.
Best-practice Workshop
Beim Workshop zum Thema „Insektenvielfalt in der Landwirtschaft – Fokus Grünland“ am 15. Oktober 2025 wurden wissenschaftliche Erkenntnisse, Empfehlungen aus der und für die Praxis sowie bestehende Fördermöglichkeiten vorgestellt:
Einleitend brachte Prof. Dr. Christian Schmid-Egger (Tierökologische Untersuchungen) den Teilnehmenden die ökologischen Funktionen von Grünland als Lebensraum für Insektenarten näher und betonte die Relevanz, bei der Planung von Pflegemaßnahmen das Grünland sowohl als Nahrungs- als auch als Entwicklungshabitat zu berücksichtigen.
Anschließend folgten zwei Praxisbeispiele: Lisa Querhammer (Biohof Betula) stellte ihren landwirtschaftlichen Betrieb vor, der mittels Beweidung und Mahd sensible Grünlandstandorte bewirtschaftet. Dr. Jörg Gelbrecht (Landesfachausschuss Entomologie Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Brandenburg e.V.) berichtete von Erfolgen und Herausforderungen aus Landschaftspflege und Vertragsnaturschutz mit Fokus auf den Erhalt wertvoller Habitate für Schmetterlinge.
Daraufhin präsentierte Marie Riethmüller (HNE Eberswalde) den derzeitigen Stand der Wissenschaft zu den Auswirkungen von Kalkung und Düngung von Dauergrünland auf Pflanzenbestände und Insektenvielfalt.
Abschließend erläuterte Eva-Maria Sieper-Ebsen (MLEUV) die bestehenden Fördermöglichkeiten für Grünlandflächen durch die Europäische Union und das Land Brandenburg. Durch die Einbindung aller Workshopteilnehmenden wurde deutlich, dass Altgrasstreifen oder -flächen bereits eine beliebte Insektenschutzmaßnahme auf Grünland sind. Der meiste Handlungsbedarf wird in den Bereichen Beratung/Weiterbildung/Wissenstransfer sowie der finanziellen Förderung im Allgemeinen gesehen.
Insgesamt nahmen rund 140 Personen, vorrangig von den unteren Naturschutz- sowie Landwirtschaftsbehörden, aus der Landwirtschafts-/Naturschutzberatung und von verschiedenen Verbänden und Stiftungen teil.
Bei Interesse an einzelnen Vorträgen, können diese beim Fachreferat des Ministeriums angefragt werden (Kontakt siehe rechte Marginalspalte).
Die ausführliche Dokumentation des Workshops steht nachfolgend zum Download bereit.
Beim Workshop zum Thema „Insektenvielfalt in der Landwirtschaft – Fokus Grünland“ am 15. Oktober 2025 wurden wissenschaftliche Erkenntnisse, Empfehlungen aus der und für die Praxis sowie bestehende Fördermöglichkeiten vorgestellt:
Einleitend brachte Prof. Dr. Christian Schmid-Egger (Tierökologische Untersuchungen) den Teilnehmenden die ökologischen Funktionen von Grünland als Lebensraum für Insektenarten näher und betonte die Relevanz, bei der Planung von Pflegemaßnahmen das Grünland sowohl als Nahrungs- als auch als Entwicklungshabitat zu berücksichtigen.
Anschließend folgten zwei Praxisbeispiele: Lisa Querhammer (Biohof Betula) stellte ihren landwirtschaftlichen Betrieb vor, der mittels Beweidung und Mahd sensible Grünlandstandorte bewirtschaftet. Dr. Jörg Gelbrecht (Landesfachausschuss Entomologie Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Brandenburg e.V.) berichtete von Erfolgen und Herausforderungen aus Landschaftspflege und Vertragsnaturschutz mit Fokus auf den Erhalt wertvoller Habitate für Schmetterlinge.
Daraufhin präsentierte Marie Riethmüller (HNE Eberswalde) den derzeitigen Stand der Wissenschaft zu den Auswirkungen von Kalkung und Düngung von Dauergrünland auf Pflanzenbestände und Insektenvielfalt.
Abschließend erläuterte Eva-Maria Sieper-Ebsen (MLEUV) die bestehenden Fördermöglichkeiten für Grünlandflächen durch die Europäische Union und das Land Brandenburg. Durch die Einbindung aller Workshopteilnehmenden wurde deutlich, dass Altgrasstreifen oder -flächen bereits eine beliebte Insektenschutzmaßnahme auf Grünland sind. Der meiste Handlungsbedarf wird in den Bereichen Beratung/Weiterbildung/Wissenstransfer sowie der finanziellen Förderung im Allgemeinen gesehen.
Insgesamt nahmen rund 140 Personen, vorrangig von den unteren Naturschutz- sowie Landwirtschaftsbehörden, aus der Landwirtschafts-/Naturschutzberatung und von verschiedenen Verbänden und Stiftungen teil.
Bei Interesse an einzelnen Vorträgen, können diese beim Fachreferat des Ministeriums angefragt werden (Kontakt siehe rechte Marginalspalte).
Die ausführliche Dokumentation des Workshops steht nachfolgend zum Download bereit.