Auftaktveranstaltung: Dialog Wildtiermanagement Wolf
- Erschienen amGemeinsam mit über 50 Teilnehmenden nahm Ministerin Hanka Mittelstädt heute in Potsdam den ersten „Dialog Wildtiermanagement Wolf“ zum Umgang mit dem Wolf in Brandenburg auf. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter der Landnutzerverbände, Tierhalterverbände, Tierschutzverbände, Umwelt- und Naturschutzverbände, wissenschaftliche Einrichtungen und Institutionen sowie Landkreise und die zuständigen Behörden.
Die Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Hanka Mittelstädt erklärte im Nachgang der Fachtagung:
„Mit dem Dialog Wildtiermanagement Wolf möchten wir alle beteiligten Akteure für einen breiten und sachlichen Dialog an einen Tisch holen und gemeinsam Lösungen finden, wie wir mit der fast flächendeckenden Verbreitung des Wolfs in Brandenburg und auf die sich derzeit ändernde Rechtslage auf EU- und Bundesebene umgehen. Die heutige Veranstaltung bildet dafür den Auftakt. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre konstruktiven Beiträge.“
Nach der Begrüßung durch die Ministerin wurden bei der Fachtagung mit Impulsvorträgen die aktuelle Situation des Wolfes in Brandenburg und die rechtlichen Rahmenbedingungen dargelegt. Vertreter der Technischen Universität Dresden führten danach in ihren Vorträgen die wissenschaftliche Sicht auf die Akzeptanz von Wildtieren sowie Handlungsempfehlungen für das Wolfsmanagement aus. In moderierten Diskussionen wurden im Anschluss die Themen Herdenschutz/Prävention sowie Bestandsmanagement debattiert.
„Für uns ist dies der Start für einen Beteiligungsprozess mit dem Ziel, die gesellschaftliche Akzeptanz für den Wolf zu stärken und einen effektiven Herdenschutz für die Weidetierhalter zu unterstützen. Dazu gehört eine Vielzahl von Maßnahmen: Aus unserer Sicht unter anderem auch die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht. Es geht uns nicht um Abschussquoten als Selbstzweck, sondern darum, Wir wollen die Weidetierhalter dort nachhaltig unterstützen, wo Herdenschutz nicht möglich ist oder nicht ausreicht. Unser Ziel ist es, bis zum Herbst 2026 zu einen durch die Mehrheit der vielfältigen Meinungen getragenen, Wolfsmanagementplan Brandenburg zu kommen, mit dem wir uns schon jetzt möglichst viele Handlungsspielräume eröffnen um vorbereitet zu sein, wenn der Wolf ins Bundesjagdrecht aufgenommen wird“,
so die Ministerin.
Bis dahin wird das Ministerium mit einem Maßnahmenbündel die Voraussetzungen schaffen, in realen Problemlagen einfacher, schneller und wirksamer zu handeln. Dazu gehört neben der Aufnahme des Wolfs in das brandenburgische Jagdrecht de Inkraftsetzung einer überarbeiteten Wolfsverordnung. Ziel ist es, die jagdrechtlichen Neuregelungen gemeinsam mit der Wolfsverordnung im ersten Quartal 2026 in Kraft zu setzen.
Eine Anpassung an neue bundesrechtliche Regelungen wird dann im Laufe des Jahres 2026 erfolgen.