Insektenschutz im Wald
Der Rückgang der Artenvielfalt und Biomasse von Insekten ist neben landwirtschaftlichen Flächen auch in Wäldern nachgewiesen worden. Der Artenrückgang wirkt sich dabei negativ auf die weitere Nahrungskette, die Zersetzung von organischem Material, die Bestäubungsleistung sowie die natürliche Schädlingsregulierung im Wald aus.
Da Waldflächen in Brandenburg etwa 35 Prozent der Landesfläche einnehmen, spielen sie eine elementare Rolle um dem allgemeinen Insektenschwund entgegenzuwirken.
Der Rückgang der Artenvielfalt und Biomasse von Insekten ist neben landwirtschaftlichen Flächen auch in Wäldern nachgewiesen worden. Der Artenrückgang wirkt sich dabei negativ auf die weitere Nahrungskette, die Zersetzung von organischem Material, die Bestäubungsleistung sowie die natürliche Schädlingsregulierung im Wald aus.
Da Waldflächen in Brandenburg etwa 35 Prozent der Landesfläche einnehmen, spielen sie eine elementare Rolle um dem allgemeinen Insektenschwund entgegenzuwirken.
best practice-Workshop
Der Best-Practice-Workshop zum Thema „Insektenschutz im Wald“ fand am 29. April 2026 statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden wissenschaftliche Erkenntnisse, Empfehlungen aus der Praxis und für die Praxis sowie bestehende Fördermöglichkeiten vorgestellt:
Einleitend erläuterten Prof. Dr. Andreas Linde und Prof. Dr. Jörg Schumacher (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wichtige Stellschrauben der forstlichen Praxis für eine insektenfreundliche Waldbewirtschaftung. Schwerpunkte lagen hierbei auf der Diversifizierung von Altersstrukturen sowie der Baumartenzusammensetzung, der Gestaltung von Habitaten für xylobionte Insekten, der Bedeutung von Wildtieren sowie der Förderung von Sonderstandorten.
Vertieft wurden diese Ausführungen durch den Beitrag von Dr. Katrin Möller (Landesbetrieb Forst Brandenburg, LFB) zur Bedeutung der Baumartenvielfalt für Insekten – ausgeführt am Beispiel der Nahrungsnetze in Kiefernreinbeständen bis hin zu Mischwäldern mit Waldrand. Im Fokus standen parasitoide Arten wie Schlupf- oder Zehrwespen.
Anschließend folgten drei Praxisbeispiele: Jakob Simon (LFB) stellte praktische Maßnahmen zur Förderung der Insektenvielfalt im Landeswald-Revier Melchow vor. Sein Kollege Martin Krüger (LFB) fokussierte sich in seinem Beitrag auf Strukturen und Sonderbiotope zur Förderung bestäubender Insekten im Landeswald-Revier Breitefenn. Dorothea Falkenberg präsentierte den insektenfreundlichen Umbau von Waldflächen des Landgut Kemper & Schlomski sowie begleitende Bildungsangebote.
Abschließend erläuterten Laura Klein (Landesamt für Umwelt, LfU) und Zoe Ropella (LFB) mit dem Vertragsnaturschutz im Wald, dem Förderprogramm Klimaangepasstes Waldmanagement sowie der EU-MLEUV-Forst-Richtlinie bestehende Fördermöglichkeiten für Maßnahmen im Wald.
Durch die Einbindung aller Workshopteilnehmenden wurde deutlich, dass in der Praxis bereits eine ganze Reihe an Insektenschutzmaßnahmen im Wald Anwendung finden. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmenden könnte sich außerdem vorstellen, zukünftig Habitatbäume zu erhalten, den Baumbestand mit Mischbaumarten anzureichern, generell die Baumartenvielfalt zu erhöhen sowie die Menge und Vielfalt an Totholz zu erhöhen.
Der meiste Handlungsbedarf wird von den Teilnehmenden bei der einfachen Beantragung und langfristigen Sicherheit von Fördermitteln sowie bei Schulungen, Beratungen und Wissenstransfer gesehen.
Insgesamt nahmen rund 115 Personen, vorrangig aus Forst- und Naturschutzbehörden, von privaten Sachverständigenbüros sowie Verbänden und Vereinen, an der Veranstaltung teil.
Die ausführliche Dokumentation des Workshops steht nachfolgend zum Download bereit.
Der Best-Practice-Workshop zum Thema „Insektenschutz im Wald“ fand am 29. April 2026 statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden wissenschaftliche Erkenntnisse, Empfehlungen aus der Praxis und für die Praxis sowie bestehende Fördermöglichkeiten vorgestellt:
Einleitend erläuterten Prof. Dr. Andreas Linde und Prof. Dr. Jörg Schumacher (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wichtige Stellschrauben der forstlichen Praxis für eine insektenfreundliche Waldbewirtschaftung. Schwerpunkte lagen hierbei auf der Diversifizierung von Altersstrukturen sowie der Baumartenzusammensetzung, der Gestaltung von Habitaten für xylobionte Insekten, der Bedeutung von Wildtieren sowie der Förderung von Sonderstandorten.
Vertieft wurden diese Ausführungen durch den Beitrag von Dr. Katrin Möller (Landesbetrieb Forst Brandenburg, LFB) zur Bedeutung der Baumartenvielfalt für Insekten – ausgeführt am Beispiel der Nahrungsnetze in Kiefernreinbeständen bis hin zu Mischwäldern mit Waldrand. Im Fokus standen parasitoide Arten wie Schlupf- oder Zehrwespen.
Anschließend folgten drei Praxisbeispiele: Jakob Simon (LFB) stellte praktische Maßnahmen zur Förderung der Insektenvielfalt im Landeswald-Revier Melchow vor. Sein Kollege Martin Krüger (LFB) fokussierte sich in seinem Beitrag auf Strukturen und Sonderbiotope zur Förderung bestäubender Insekten im Landeswald-Revier Breitefenn. Dorothea Falkenberg präsentierte den insektenfreundlichen Umbau von Waldflächen des Landgut Kemper & Schlomski sowie begleitende Bildungsangebote.
Abschließend erläuterten Laura Klein (Landesamt für Umwelt, LfU) und Zoe Ropella (LFB) mit dem Vertragsnaturschutz im Wald, dem Förderprogramm Klimaangepasstes Waldmanagement sowie der EU-MLEUV-Forst-Richtlinie bestehende Fördermöglichkeiten für Maßnahmen im Wald.
Durch die Einbindung aller Workshopteilnehmenden wurde deutlich, dass in der Praxis bereits eine ganze Reihe an Insektenschutzmaßnahmen im Wald Anwendung finden. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmenden könnte sich außerdem vorstellen, zukünftig Habitatbäume zu erhalten, den Baumbestand mit Mischbaumarten anzureichern, generell die Baumartenvielfalt zu erhöhen sowie die Menge und Vielfalt an Totholz zu erhöhen.
Der meiste Handlungsbedarf wird von den Teilnehmenden bei der einfachen Beantragung und langfristigen Sicherheit von Fördermitteln sowie bei Schulungen, Beratungen und Wissenstransfer gesehen.
Insgesamt nahmen rund 115 Personen, vorrangig aus Forst- und Naturschutzbehörden, von privaten Sachverständigenbüros sowie Verbänden und Vereinen, an der Veranstaltung teil.
Die ausführliche Dokumentation des Workshops steht nachfolgend zum Download bereit.
Bei Interesse an einzelnen Vorträgen, können diese beim Fachreferat des Ministeriums angefragt werden (Kontakt siehe rechte Marginalspalte).
Bei Interesse an einzelnen Vorträgen, können diese beim Fachreferat des Ministeriums angefragt werden (Kontakt siehe rechte Marginalspalte).