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Mähroboter und Co. – unterschätzte Gefahr für Igel und andere Wildtiere

Automatisierte Rasenpflege mit einem Mähroboter auf einem gepflegten Rasen in der Nähe eines Holzzauns. © photo for everything/stock.adobe | KI-generiert
Automatisierte Rasenpflege mit einem Mähroboter auf einem gepflegten Rasen in der Nähe eines Holzzauns.
Automatisierte Rasenpflege mit einem Mähroboter auf einem gepflegten Rasen in der Nähe eines Holzzauns. © photo for everything/stock.adobe | KI-generiert

Dein Einsatz für Igel.

Schütze Igel vor Verletzungen durch deinen Mähroboter. Lass ihn in der Dämmerung und nachts pausieren.

Für den Aushang können zwei Plakatvarianten in den Formaten DIN A4, A3 und A2 heruntergeladen werden.
Variante 1: Stickerspruch: „Mähroboter zuhause? Von 17 bis 10 Uhr ist Igel-Pause.“
Variante 2: Stickerspruch: „Mähroboter zuhause? Während Dämmerung und Nacht ist Igel-Pause.“

Dein Einsatz für Igel.

Schütze Igel vor Verletzungen durch deinen Mähroboter. Lass ihn in der Dämmerung und nachts pausieren.

Für den Aushang können zwei Plakatvarianten in den Formaten DIN A4, A3 und A2 heruntergeladen werden.
Variante 1: Stickerspruch: „Mähroboter zuhause? Von 17 bis 10 Uhr ist Igel-Pause.“
Variante 2: Stickerspruch: „Mähroboter zuhause? Während Dämmerung und Nacht ist Igel-Pause.“

Warum stellen Mähroboter und elektrische Schneidwerkzeuge ein so hohes Risiko für Igel und andere Wildtiere dar?

Mähroboter – ebenso wie Rasentrimmer, Motorsensen und Freischneider – erleichtern zwar die Gartenarbeit erheblich, bergen jedoch zugleich ein beträchtliches Gefahrenpotenzial für Wildtiere. Besonders betroffen ist der Igel (Erinaceus europaeus), aber auch Amphibien und bodenbrütende Vogelarten sind gefährdet. Der Grund: Die Geräte können lebensbedrohliche Schnittverletzungen verursachen.

Moderne Mähroboter arbeiten nahezu lautlos, viele Modelle navigieren inzwischen per Kamera oder Satellit. Zweifelsohne sind sie praktisch und nehmen mühevolle Arbeit im Garten und auf Grünflächen ab. Ihre Effizienz macht sie beliebt – doch genau diese Verbreitung führt zu einem wachsenden Tierschutzproblem. Als autonom fahrende Maschinen halten sie den Rasen kurz, erkennen jedoch trotz Sensortechnik kleine Tiere oft nicht zuverlässig. Treffen sie auf ein Wildtier, kommt es häufig zu schweren oder tödlichen Verletzungen. 

Warum stellen Mähroboter und elektrische Schneidwerkzeuge ein so hohes Risiko für Igel und andere Wildtiere dar?

Mähroboter – ebenso wie Rasentrimmer, Motorsensen und Freischneider – erleichtern zwar die Gartenarbeit erheblich, bergen jedoch zugleich ein beträchtliches Gefahrenpotenzial für Wildtiere. Besonders betroffen ist der Igel (Erinaceus europaeus), aber auch Amphibien und bodenbrütende Vogelarten sind gefährdet. Der Grund: Die Geräte können lebensbedrohliche Schnittverletzungen verursachen.

Moderne Mähroboter arbeiten nahezu lautlos, viele Modelle navigieren inzwischen per Kamera oder Satellit. Zweifelsohne sind sie praktisch und nehmen mühevolle Arbeit im Garten und auf Grünflächen ab. Ihre Effizienz macht sie beliebt – doch genau diese Verbreitung führt zu einem wachsenden Tierschutzproblem. Als autonom fahrende Maschinen halten sie den Rasen kurz, erkennen jedoch trotz Sensortechnik kleine Tiere oft nicht zuverlässig. Treffen sie auf ein Wildtier, kommt es häufig zu schweren oder tödlichen Verletzungen. 

Kleiner Baby Igel hat sich im Garten unter Gras versteckt und zum Schlafen zusammengerollt © inkevalentin/stock.adobe

Besonders kritisch ist der Einsatz in der Dämmerung oder nachts, wenn dämmerungs- und nachtaktive Tiere wie Igel unterwegs sind. Igel fliehen bei Gefahr nicht, sondern rollen sich ein und vertrauen auf ihre Stacheln. Gegen die scharfen Klingen eines Mähroboters bietet dieses Verhalten jedoch keinen Schutz. Die Geräte fahren trotz Sensortechnik über die Tiere hinweg, was zu tiefen Schnittwunden, Verstümmelungen und nicht selten zu Amputationen führt. Ähnliche Verletzungen entstehen durch handgeführte Schneidwerkzeuge wie Rasentrimmer, Freischneider oder Motorsensen. 

Viele verletzte Igel werden in Auffangstationen oder Tierarztpraxen abgegeben. Doch selbst bei schneller Hilfe sind die Verletzungen oft so gravierend, dass die Tiere eingeschläfert werden müssen. Da Igel keine Schmerzlaute äußern und sich bei Verletzungen verstecken, bleiben viele Opfer unentdeckt und sterben im Verborgenen.

Bestände der Igel nehmen ab 

Der Igel wurde von der Deutschen Wildtierstiftung zum Wildtier des Jahres 2024 gewählt. Nach Paragraf 7 Absatz 2 Nummer 13c des Bundesnaturschutzgesetzes zählt er zu den besonders geschützten Arten. Dennoch gehen seine Bestände seit Jahren zurück. In der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands wird der Igel derzeit in der „Vorwarnliste“ geführt. Setzt sich dieser Negativtrend fort, ist zu erwarten, dass die Art künftig in die Kategorie „Gefährdet“ hochgestuft werden muss.

Die Ursachen für den Rückgang sind überwiegend vom Menschen verursacht. Neben der großen Zahl überfahrener Tiere im Straßenverkehr führen die zunehmende Versiegelung von Flächen, ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Hecken und Gehölze sowie übermäßig gepflegte Gärten und sterile Schottergärten dazu, dass der Igel immer weniger geeigneten Lebensraum findet. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Der Einsatz von Mährobotern und anderen elektrischen Mähgeräten in Gärten und Grünanlagen stellt eine wachsende Gefahr für den Igelbestand dar und trägt erheblich zu seinem Rückgang bei.

Kleiner Baby Igel hat sich im Garten unter Gras versteckt und zum Schlafen zusammengerollt
Kleiner Baby Igel hat sich im Garten unter Gras versteckt und zum Schlafen zusammengerollt © inkevalentin/stock.adobe

Besonders kritisch ist der Einsatz in der Dämmerung oder nachts, wenn dämmerungs- und nachtaktive Tiere wie Igel unterwegs sind. Igel fliehen bei Gefahr nicht, sondern rollen sich ein und vertrauen auf ihre Stacheln. Gegen die scharfen Klingen eines Mähroboters bietet dieses Verhalten jedoch keinen Schutz. Die Geräte fahren trotz Sensortechnik über die Tiere hinweg, was zu tiefen Schnittwunden, Verstümmelungen und nicht selten zu Amputationen führt. Ähnliche Verletzungen entstehen durch handgeführte Schneidwerkzeuge wie Rasentrimmer, Freischneider oder Motorsensen. 

Viele verletzte Igel werden in Auffangstationen oder Tierarztpraxen abgegeben. Doch selbst bei schneller Hilfe sind die Verletzungen oft so gravierend, dass die Tiere eingeschläfert werden müssen. Da Igel keine Schmerzlaute äußern und sich bei Verletzungen verstecken, bleiben viele Opfer unentdeckt und sterben im Verborgenen.

Bestände der Igel nehmen ab 

Der Igel wurde von der Deutschen Wildtierstiftung zum Wildtier des Jahres 2024 gewählt. Nach Paragraf 7 Absatz 2 Nummer 13c des Bundesnaturschutzgesetzes zählt er zu den besonders geschützten Arten. Dennoch gehen seine Bestände seit Jahren zurück. In der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands wird der Igel derzeit in der „Vorwarnliste“ geführt. Setzt sich dieser Negativtrend fort, ist zu erwarten, dass die Art künftig in die Kategorie „Gefährdet“ hochgestuft werden muss.

Die Ursachen für den Rückgang sind überwiegend vom Menschen verursacht. Neben der großen Zahl überfahrener Tiere im Straßenverkehr führen die zunehmende Versiegelung von Flächen, ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Hecken und Gehölze sowie übermäßig gepflegte Gärten und sterile Schottergärten dazu, dass der Igel immer weniger geeigneten Lebensraum findet. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Der Einsatz von Mährobotern und anderen elektrischen Mähgeräten in Gärten und Grünanlagen stellt eine wachsende Gefahr für den Igelbestand dar und trägt erheblich zu seinem Rückgang bei.

Wissenschaftliche Studien belegen die Verletzungs- und Mortalitätsgefahr für Igel durch Mähroboter und weitere Sicherheitsrisiken

Die Gefährdung von Igeln und anderen Wildtieren durch Mähroboter wird seit Jahren intensiv diskutiert. Um diese Debatte mit belastbaren Daten zu untermauern, haben verschiedene Forschungseinrichtungen, darunter das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin, entsprechende Untersuchungen durchgeführt. Nach Berger (2026, Leibniz-IZW) kommen diese Studien zu folgenden Ergebnissen:

  • Studie zum Vorkommen und zu Merkmalen von Schnittverletzungen bei Igeln:
    Eine Dokumentation des Leibniz-IZW zeigt, dass es trotz technischer Weiterentwicklungen und moderner Sensortechnik bei Mährobotern deutschlandweit nachweislich zu hunderten, vermutlich sogar tausenden Schnittverletzungen pro Jahr an Igeln durch elektrische Gartengeräte kommt. Die tatsächliche Zahl dürfte aufgrund einer hohen Dunkelziffer noch deutlich höher liegen.
    Die Auswertung der wissenschaftlichen Sammlung von Igeln mit Schnittverletzungen ergab für Deutschland eine Mortalitätsrate von 47 Prozent. Zudem wurden 60 Prozent der verletzten Tiere erst mindestens zwölf Stunden nach dem Unfall gefunden – ein Zeitraum, der ihre Überlebenschancen erheblich verringert.
  • Studie zur Reaktion von Igeln auf sich nähernde Mähroboter:
    In einer weiteren Studie wurde das Verhalten von 50 lebenden Igeln bei der Annäherung eines Mähroboters (bis auf einem Meter Abstand) bei Deaktivierung des Gerätes analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Tiere überwiegend mit dem Gesicht zum herannahenden Gerät orientieren, anstatt zu flüchten oder sich einzurollen. Dieses Reaktionsmuster verdeutlicht das erhöhte Risiko für frontale Verletzungen, insbesondere im sensiblen Kopf- und Nackenbereich.
  • Studie zu Auswirkungen verschiedener Mährobotermodelle auf Igel:
    Weitere Untersuchungen zeigen Unterschiede bei Sicherheits- und Verletzungsrisiken durch verschiedene Mähroboter auf. Eine Studie zur Igelerkennung und -schädigung durch Mähroboter untersuchte die Auswirkungen von 19 verschiedenen Modellen auf tote Igel und ordnete die Ergebnisse anschließend in Schadenskategorien ein. Dabei zeigte sich, dass kein einziges getestetes Gerät in der Lage war, einen Igel zu erkennen, ohne ihn zuvor zu berühren. Viele Modelle verursachten Schäden unterschiedlicher Schweregrade an den Kadavern; nur wenige blieben ohne ernsthafte Verletzungsfolgen.
    Zudem konnte nachgewiesen werden, dass bestimmte technische Ausstattungsmerkmale – etwa schwenkbare Messer, Unterfahrschutz oder Frontantrieb – die Sicherheit der Geräte erhöhen und damit einen besseren Schutz für Igel und andere Wildtiere bieten.
  • Studie zur Entwicklung eines standardisierten Mähroboter-Crashtests:
    Die Entwicklung eines standardisierten Mähroboter-Crashtests mit speziell konstruierten Igel-Dummys ermöglicht erstmals einen systematischen Vergleich verschiedener Mährobotermodelle. Die auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelten Testszenarien berücksichtigen typische Verhaltensweisen von Igeln und haben sich als zuverlässig erwiesen. Auch die eigens entwickelten Igel-Dummys haben sich in diesen Versuchsreihen als praxistauglich und aussagekräftig gezeigt.
    Damit steht nun ein Verfahren zur Verfügung, mit dem unterschiedliche Mährobotermodelle standardisiert hinsichtlich ihrer Erkennungsleistung und Sicherheit für Igel geprüft werden können.

Wissenschaftliche Studien belegen die Verletzungs- und Mortalitätsgefahr für Igel durch Mähroboter und weitere Sicherheitsrisiken

Die Gefährdung von Igeln und anderen Wildtieren durch Mähroboter wird seit Jahren intensiv diskutiert. Um diese Debatte mit belastbaren Daten zu untermauern, haben verschiedene Forschungseinrichtungen, darunter das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin, entsprechende Untersuchungen durchgeführt. Nach Berger (2026, Leibniz-IZW) kommen diese Studien zu folgenden Ergebnissen:

  • Studie zum Vorkommen und zu Merkmalen von Schnittverletzungen bei Igeln:
    Eine Dokumentation des Leibniz-IZW zeigt, dass es trotz technischer Weiterentwicklungen und moderner Sensortechnik bei Mährobotern deutschlandweit nachweislich zu hunderten, vermutlich sogar tausenden Schnittverletzungen pro Jahr an Igeln durch elektrische Gartengeräte kommt. Die tatsächliche Zahl dürfte aufgrund einer hohen Dunkelziffer noch deutlich höher liegen.
    Die Auswertung der wissenschaftlichen Sammlung von Igeln mit Schnittverletzungen ergab für Deutschland eine Mortalitätsrate von 47 Prozent. Zudem wurden 60 Prozent der verletzten Tiere erst mindestens zwölf Stunden nach dem Unfall gefunden – ein Zeitraum, der ihre Überlebenschancen erheblich verringert.
  • Studie zur Reaktion von Igeln auf sich nähernde Mähroboter:
    In einer weiteren Studie wurde das Verhalten von 50 lebenden Igeln bei der Annäherung eines Mähroboters (bis auf einem Meter Abstand) bei Deaktivierung des Gerätes analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Tiere überwiegend mit dem Gesicht zum herannahenden Gerät orientieren, anstatt zu flüchten oder sich einzurollen. Dieses Reaktionsmuster verdeutlicht das erhöhte Risiko für frontale Verletzungen, insbesondere im sensiblen Kopf- und Nackenbereich.
  • Studie zu Auswirkungen verschiedener Mährobotermodelle auf Igel:
    Weitere Untersuchungen zeigen Unterschiede bei Sicherheits- und Verletzungsrisiken durch verschiedene Mähroboter auf. Eine Studie zur Igelerkennung und -schädigung durch Mähroboter untersuchte die Auswirkungen von 19 verschiedenen Modellen auf tote Igel und ordnete die Ergebnisse anschließend in Schadenskategorien ein. Dabei zeigte sich, dass kein einziges getestetes Gerät in der Lage war, einen Igel zu erkennen, ohne ihn zuvor zu berühren. Viele Modelle verursachten Schäden unterschiedlicher Schweregrade an den Kadavern; nur wenige blieben ohne ernsthafte Verletzungsfolgen.
    Zudem konnte nachgewiesen werden, dass bestimmte technische Ausstattungsmerkmale – etwa schwenkbare Messer, Unterfahrschutz oder Frontantrieb – die Sicherheit der Geräte erhöhen und damit einen besseren Schutz für Igel und andere Wildtiere bieten.
  • Studie zur Entwicklung eines standardisierten Mähroboter-Crashtests:
    Die Entwicklung eines standardisierten Mähroboter-Crashtests mit speziell konstruierten Igel-Dummys ermöglicht erstmals einen systematischen Vergleich verschiedener Mährobotermodelle. Die auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelten Testszenarien berücksichtigen typische Verhaltensweisen von Igeln und haben sich als zuverlässig erwiesen. Auch die eigens entwickelten Igel-Dummys haben sich in diesen Versuchsreihen als praxistauglich und aussagekräftig gezeigt.
    Damit steht nun ein Verfahren zur Verfügung, mit dem unterschiedliche Mährobotermodelle standardisiert hinsichtlich ihrer Erkennungsleistung und Sicherheit für Igel geprüft werden können.

Stiftung Warentest: Mähroboter im Test

Testergebnisse der Stiftung Warentest zu Mährobotern (Stiftung Warentest 4/2026): Die Stiftung Warentest hat verschiedene Mähroboter untersucht und dafür acht im März 2025 erhältliche Modelle führender Anbieter ausgewählt, die für Flächen von 600 bis 800 Quadratmetern geeignet sind und ohne Begrenzungsdraht navigieren können. Die Technik entwickelt sich rasant weiter und nutzt zunehmend digitale Systeme: Sensorik und Künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, Hindernisse zu erkennen und zu umfahren. Entsprechend flossen auch Kriterien wie Hinderniserkennung, Hindernisumfahrung und Igelschutz in die Bewertung ein.

Im Prüfpunkt Igelschutz wurde bewertet, ob Igel-Attrappen zuverlässig umfahren wurden, ob sich ein sicheres Zeitfenster programmieren ließ und ob Dämmerungs- und Nachtzeiten ausgeschlossen werden konnten. Das Ergebnis: Die Hinderniserkennung und -umfahrung funktioniert heute zwar besser als früher, jedoch nicht durchgängig zuverlässig. Im Test touchierten alle Modelle bis auf eines die im hohen Gras ausgelegten Igel-Attrappen. Dennoch vergab Stiftung Warentest die Igelschutznote „befriedigend“ oder „ausreichend“.

Im Sinne des Igel- und Wildtierschutzes weist die Stiftung Warentest darauf hin, Mähroboter ausschließlich tagsüber einzusetzen bzw. entsprechend einzustellen. Zudem informiert sie über Nachtfahrverbote, die einige Städte bereits eingeführt haben.

Testergebnisse der Stiftung Warentest zu Mährobotern (Stiftung Warentest 4/2026): Die Stiftung Warentest hat verschiedene Mähroboter untersucht und dafür acht im März 2025 erhältliche Modelle führender Anbieter ausgewählt, die für Flächen von 600 bis 800 Quadratmetern geeignet sind und ohne Begrenzungsdraht navigieren können. Die Technik entwickelt sich rasant weiter und nutzt zunehmend digitale Systeme: Sensorik und Künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, Hindernisse zu erkennen und zu umfahren. Entsprechend flossen auch Kriterien wie Hinderniserkennung, Hindernisumfahrung und Igelschutz in die Bewertung ein.

Im Prüfpunkt Igelschutz wurde bewertet, ob Igel-Attrappen zuverlässig umfahren wurden, ob sich ein sicheres Zeitfenster programmieren ließ und ob Dämmerungs- und Nachtzeiten ausgeschlossen werden konnten. Das Ergebnis: Die Hinderniserkennung und -umfahrung funktioniert heute zwar besser als früher, jedoch nicht durchgängig zuverlässig. Im Test touchierten alle Modelle bis auf eines die im hohen Gras ausgelegten Igel-Attrappen. Dennoch vergab Stiftung Warentest die Igelschutznote „befriedigend“ oder „ausreichend“.

Im Sinne des Igel- und Wildtierschutzes weist die Stiftung Warentest darauf hin, Mähroboter ausschließlich tagsüber einzusetzen bzw. entsprechend einzustellen. Zudem informiert sie über Nachtfahrverbote, die einige Städte bereits eingeführt haben.

Tierschutzgerechter Einsatz von Mährobotern

Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. In diesen Stunden suchen sie Nahrung und legen weite Strecken zurück. Daher ist der Einsatz von Mährobotern nachts sowie in der Morgen- und Abenddämmerung besonders gefährlich.

Einige Städte wie Hamburg, Köln oder Mainz haben deshalb bereits Nachtfahrverbote für Mähroboter erlassen. In Brandenburg existiert zwar kein landesweites Verbot, doch einzelne Kommunen können entsprechende Regelungen treffen. Manche Mähroboter verfügen zudem über dynamische Zeitpläne, sodass die Mähzeiten automatisch auf die aktuellen Wetterdaten einschließlich Sonnenaufgang und -untergang eingestellt werden können.

Um Igel und andere Wildtiere wirksam zu schützen, gilt als zentrale Empfehlung,
Mähroboter ausschließlich tagsüber – etwa zwischen 10:00 und 17:00 Uhr –
und unter Aufsicht
zu betreiben.

Vorsichtsmaßnahmen vor dem Mähen

Tagsüber schlafen und verstecken sich Igel und andere tierische Gartenbewohner häufig in Hecken, Strauchwerk oder dichtem Bewuchs. Deshalb sollten alle zu mähenden Flächen, Rasenkanten, Heckensäume und Sträucher vor dem Einsatz von Mährobotern oder anderen elektrischen Mähgeräten sorgfältig nach Igeln und anderen Wildtieren abgesucht werden.

Technische Einstellungen

Wenn der Einsatz eines Mähroboters unvermeidbar ist, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Einsatz ausschließlich am Tag programmieren.
  • Mindestbodenabstand von 4,5 Zentimeter einstellen.
  • Blühflächen und andere Rückzugsräume aussparen, da sie wichtige Lebensräume für Insekten und Kleintiere sind.
  • Herstellerhinweise zur Hinderniserkennung beachten.
  • Modelle mit flexiblen, schwenkbaren Klingen, Unterfahrschutz oder Frontantrieb bevorzugen, da diese laut Studien den Igelschutz verbessern.

Apfeltest

Die Igelhilfe Wildau empfiehlt zudem den sogenannten „Apfeltest“: Ein großer Apfel (etwa 200 Gramm) wird ins Gras gelegt, um zu prüfen, ob der Mähroboter das Hindernis erkennt und umfährt.

Verbesserung der Gerätesicherheit und Normierung

Hersteller sollten Mähroboter-Crashtests mit realitätsnahen Igel-Dummys verpflichtend durchführen, bevor ihre Geräte auf den Markt kommen. Solche Tests erhöhen die Sicherheit der Modelle und tragen zum Schutz von Igeln und anderen Wildtieren bei.

Zur besseren Verbraucherinformation könnten Zertifikate eingeführt werden, die bestätigen, dass ein Mähroboter für Igel und Wildtiere unbedenklich ist. Berger (2026) empfiehlt eine Anmeldung des wissenschaftlich entwickelten Mähroboter-Crashtest beim Deutschen Institut für Normung (DIN) und die Integration in ein entsprechendes DIN-Norm-Protokoll (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung, CENELEC).

Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. In diesen Stunden suchen sie Nahrung und legen weite Strecken zurück. Daher ist der Einsatz von Mährobotern nachts sowie in der Morgen- und Abenddämmerung besonders gefährlich.

Einige Städte wie Hamburg, Köln oder Mainz haben deshalb bereits Nachtfahrverbote für Mähroboter erlassen. In Brandenburg existiert zwar kein landesweites Verbot, doch einzelne Kommunen können entsprechende Regelungen treffen. Manche Mähroboter verfügen zudem über dynamische Zeitpläne, sodass die Mähzeiten automatisch auf die aktuellen Wetterdaten einschließlich Sonnenaufgang und -untergang eingestellt werden können.

Um Igel und andere Wildtiere wirksam zu schützen, gilt als zentrale Empfehlung,
Mähroboter ausschließlich tagsüber – etwa zwischen 10:00 und 17:00 Uhr –
und unter Aufsicht
zu betreiben.

Vorsichtsmaßnahmen vor dem Mähen

Tagsüber schlafen und verstecken sich Igel und andere tierische Gartenbewohner häufig in Hecken, Strauchwerk oder dichtem Bewuchs. Deshalb sollten alle zu mähenden Flächen, Rasenkanten, Heckensäume und Sträucher vor dem Einsatz von Mährobotern oder anderen elektrischen Mähgeräten sorgfältig nach Igeln und anderen Wildtieren abgesucht werden.

Technische Einstellungen

Wenn der Einsatz eines Mähroboters unvermeidbar ist, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Einsatz ausschließlich am Tag programmieren.
  • Mindestbodenabstand von 4,5 Zentimeter einstellen.
  • Blühflächen und andere Rückzugsräume aussparen, da sie wichtige Lebensräume für Insekten und Kleintiere sind.
  • Herstellerhinweise zur Hinderniserkennung beachten.
  • Modelle mit flexiblen, schwenkbaren Klingen, Unterfahrschutz oder Frontantrieb bevorzugen, da diese laut Studien den Igelschutz verbessern.

Apfeltest

Die Igelhilfe Wildau empfiehlt zudem den sogenannten „Apfeltest“: Ein großer Apfel (etwa 200 Gramm) wird ins Gras gelegt, um zu prüfen, ob der Mähroboter das Hindernis erkennt und umfährt.

Verbesserung der Gerätesicherheit und Normierung

Hersteller sollten Mähroboter-Crashtests mit realitätsnahen Igel-Dummys verpflichtend durchführen, bevor ihre Geräte auf den Markt kommen. Solche Tests erhöhen die Sicherheit der Modelle und tragen zum Schutz von Igeln und anderen Wildtieren bei.

Zur besseren Verbraucherinformation könnten Zertifikate eingeführt werden, die bestätigen, dass ein Mähroboter für Igel und Wildtiere unbedenklich ist. Berger (2026) empfiehlt eine Anmeldung des wissenschaftlich entwickelten Mähroboter-Crashtest beim Deutschen Institut für Normung (DIN) und die Integration in ein entsprechendes DIN-Norm-Protokoll (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung, CENELEC).

Empfehlungen für eine tierfreundliche Gartengestaltung

© globetrotter1/stock.adobe

Naturnahe Gärten als wichtiger Lebensraum für Wildtiere

Der Verlust geeigneter Lebensräume, die zunehmende Fragmentierung unserer Kulturlandschaft und allzu „aufgeräumte“ Gärten stellen für Igel und andere Wildtiere ein erhebliches Problem dar. Ein naturnaher, tierfreundlicher und abwechslungsreicher Garten bietet dagegen wertvollen Lebensraum, nicht nur für Igel, sondern auch für zahlreiche Insekten wie Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen und andere Wildtiere.

Strukturelemente wie wilde Ecken, Laub- und Reisighaufen, Hecken sowie insektenfreundliche Stauden bereichern den Garten und schaffen Rückzugsorte. Wichtig ist dabei die Verwendung einheimischer Pflanzen.

Igel nutzen solche Strukturen, um sich zu verstecken, zu schlafen, im Sommer ihren Nachwuchs großzuziehen und im Winter Winterschlaf zu halten. Zudem finden sie dort reichlich Nahrung wie Schnecken, Regenwürmer und Insekten. Dadurch können Bestände mancher Kleintiere, die als Schädlinge gelten, auf natürliche Weise reguliert werden – ein Beitrag zu einem intakten ökologischen Gleichgewicht und guten Ernten im eigenen Garten.

Schottergärten und Barrieren vermeiden

Aus Tierschutzsicht sollten Schottergärten unbedingt vermieden werden, da sie weder Lebensraum noch Nahrung bieten. Auch undurchlässige Zäune sind problematisch: Für Igel, die bei Nahrungssuche und Paarung große Strecken zurücklegen, stellen sie unüberwindbare Hindernisse dar. Empfehlenswert sind daher ausreichend große Öffnungen im oder unter dem Zaun oder eine Grundstücksabgrenzung durch natürliche Hecken.

Verzicht auf Pestizide und weitere Gefahrenquellen

Im Garten sollte auf Pestizide und andere Gifte verzichtet werden. Sie schaden der heimischen Tierwelt, gefährden die Artenvielfalt, können Rückstände in Lebensmitteln hinterlassen und belasten die Umwelt. Stattdessen sollten natürliche Mechanismen zur Regulierung von Unkraut und sogenannten Schädlingen genutzt werden.

Auch Pools und steilwandige Teiche können für Igel gefährlich sein, da sie keine ausdauernden Schwimmer sind und leicht ertrinken. Ausstiegshilfen schaffen Abhilfe. Ebenso sollten steile Kellertreppen oder Gruben regelmäßig kontrolliert werden, da vor allem junge Igel dort abstürzen können.

Das Aufstellen von Fallen oder das Auslegen von Giftködern sollte tabu sein; Lebendfallen und Tellereisen sind ohnehin verboten. Um Mäuse und Ratten fernzuhalten, sollten Tierfutter und Essensreste nicht im Freien gelagert und Müll vermieden werden. Komposthaufen legt man am besten möglichst weit vom Haus entfernt an.

Vorsicht bei Ultraschallgeräten

Auch der Einsatz von Ultraschallgeräten sollte gut überlegt sein. Obwohl die hohen Frequenzen für Menschen nicht hörbar sind, stellen sie für viele Tiere, einschließlich Igel, stark belastende Geräusche dar.

Garten mit Teichlandschaft und zum Teil naturbelassen
© globetrotter1/stock.adobe

Naturnahe Gärten als wichtiger Lebensraum für Wildtiere

Der Verlust geeigneter Lebensräume, die zunehmende Fragmentierung unserer Kulturlandschaft und allzu „aufgeräumte“ Gärten stellen für Igel und andere Wildtiere ein erhebliches Problem dar. Ein naturnaher, tierfreundlicher und abwechslungsreicher Garten bietet dagegen wertvollen Lebensraum, nicht nur für Igel, sondern auch für zahlreiche Insekten wie Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen und andere Wildtiere.

Strukturelemente wie wilde Ecken, Laub- und Reisighaufen, Hecken sowie insektenfreundliche Stauden bereichern den Garten und schaffen Rückzugsorte. Wichtig ist dabei die Verwendung einheimischer Pflanzen.

Igel nutzen solche Strukturen, um sich zu verstecken, zu schlafen, im Sommer ihren Nachwuchs großzuziehen und im Winter Winterschlaf zu halten. Zudem finden sie dort reichlich Nahrung wie Schnecken, Regenwürmer und Insekten. Dadurch können Bestände mancher Kleintiere, die als Schädlinge gelten, auf natürliche Weise reguliert werden – ein Beitrag zu einem intakten ökologischen Gleichgewicht und guten Ernten im eigenen Garten.

Schottergärten und Barrieren vermeiden

Aus Tierschutzsicht sollten Schottergärten unbedingt vermieden werden, da sie weder Lebensraum noch Nahrung bieten. Auch undurchlässige Zäune sind problematisch: Für Igel, die bei Nahrungssuche und Paarung große Strecken zurücklegen, stellen sie unüberwindbare Hindernisse dar. Empfehlenswert sind daher ausreichend große Öffnungen im oder unter dem Zaun oder eine Grundstücksabgrenzung durch natürliche Hecken.

Verzicht auf Pestizide und weitere Gefahrenquellen

Im Garten sollte auf Pestizide und andere Gifte verzichtet werden. Sie schaden der heimischen Tierwelt, gefährden die Artenvielfalt, können Rückstände in Lebensmitteln hinterlassen und belasten die Umwelt. Stattdessen sollten natürliche Mechanismen zur Regulierung von Unkraut und sogenannten Schädlingen genutzt werden.

Auch Pools und steilwandige Teiche können für Igel gefährlich sein, da sie keine ausdauernden Schwimmer sind und leicht ertrinken. Ausstiegshilfen schaffen Abhilfe. Ebenso sollten steile Kellertreppen oder Gruben regelmäßig kontrolliert werden, da vor allem junge Igel dort abstürzen können.

Das Aufstellen von Fallen oder das Auslegen von Giftködern sollte tabu sein; Lebendfallen und Tellereisen sind ohnehin verboten. Um Mäuse und Ratten fernzuhalten, sollten Tierfutter und Essensreste nicht im Freien gelagert und Müll vermieden werden. Komposthaufen legt man am besten möglichst weit vom Haus entfernt an.

Vorsicht bei Ultraschallgeräten

Auch der Einsatz von Ultraschallgeräten sollte gut überlegt sein. Obwohl die hohen Frequenzen für Menschen nicht hörbar sind, stellen sie für viele Tiere, einschließlich Igel, stark belastende Geräusche dar.

Junger Igel sucht im Herbst nach Futter. © Maren Winter/stock.adobe.com

Quellen

Berger (2026): Dr. Anne Berger, „Mähroboter – ein erhebliches, aber lösbares Tier- und Artenschutzproblem“, Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin, Publikation der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V., DVG-Fachgruppe Tierschutz, Lehrstuhl für Tierschutz, Ethologie, Tierhygiene und Tierhaltung, 31. Internationale DVG-Fachtagung zum Thema Tierschutz, Schwerpunkt Tierschutz geht uns alle an, 19.-21. März 2026 in München

Stiftung Warentest (4/2026, Seite 61-66): Haushalt und Garten/ Mähroboter, Drahtlos glücklich

Weitere Informationsquellen

Junger Igel sucht im Herbst nach Futter.
Junger Igel sucht im Herbst nach Futter. © Maren Winter/stock.adobe.com

Quellen

Berger (2026): Dr. Anne Berger, „Mähroboter – ein erhebliches, aber lösbares Tier- und Artenschutzproblem“, Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin, Publikation der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V., DVG-Fachgruppe Tierschutz, Lehrstuhl für Tierschutz, Ethologie, Tierhygiene und Tierhaltung, 31. Internationale DVG-Fachtagung zum Thema Tierschutz, Schwerpunkt Tierschutz geht uns alle an, 19.-21. März 2026 in München

Stiftung Warentest (4/2026, Seite 61-66): Haushalt und Garten/ Mähroboter, Drahtlos glücklich

Weitere Informationsquellen