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Fischerei in Brandenburg: Regionale und nachhaltige Lebensmittel aus unseren Gewässern

Landwirtschaftsstaatssekretär Dr. Nickisch bei Landesfischereitag 

- Erschienen am 01.09.2026 - Presemitteilung 174/2026

Die Fischerei in Brandenburg hat eine lange Tradition und ist weit mehr als nur ein Wirtschaftszweig – hob Brandenburgs Landwirtschaftsstaatssekretär Dr. Stephan Nickisch heute beim Landesfischereitag an der Heimvolkshochschule am Seddiner See in seinem Grußwort hervor. Sie gehört in Brandenburg mit seinen zahlreichen Seen, Flüssen und Teichen zur Geschichte und der Kultur des Landes und ist ein wichtiges Element regionaler Wertschöpfung. 

Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch:

„Unsere vielen Seen, Flüsse und Teiche prägen nicht nur das Landschaftsbild Brandenburgs – sie sind Lebensraum, Wirtschaftsgrundlage und zugleich Orte, mit denen viele Menschen ganz persönliche Erinnerungen und Emotionen verbinden. Die Erwerbsfischerei produziert nachhaltig regionale und hochwertige Lebensmittel und schafft somit Wertschöpfung im ländlichen Raum. Wie auch das Angeln an den Brandenburger Gewässern bringt sie vieles zusammen: Tradition und moderne Bewirtschaftung, wirtschaftliche Verantwortung und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen, Arbeit und Erholung. Genau diese Verbindung macht die Fischerei so wertvoll für unsere ländlichen Räume.“

Von den etwa 100.000 Hektar Wasserflächenflächen in Brandenburg werden etwa 73.000 Hektar erwerbs- und angelfischereilich genutzt beziehungsweise bewirtschaftet. Neben den rund 3.000 Seen und 30.000 Kilometer Fließgewässer prägen auch zahlreiche Teiche die Landschaft und das Leben der Brandenburgerinnen und Brandenburger. Darunter die traditionsreiche Lausitzer Teichlandschaft mit dem größten zusammenhängende Teichgebiet Europas bei Peitz – insgesamt circa 3.500 Hektar bewirtschaftete Teichfläche. Etwa 90 Haupterwerbsbetriebe sowie 52 Neben- und Zuerwerbsbetriebe zählt Brandenburg. Hier wurden im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Tonnen gefischt. Die 31 brandenburgischen Aquakulturbetriebe hatten zudem einen Ertrag von insgesamt 735 Tonnen Speisefisch. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wertschöpfung. 

In Brandenburg gibt es etwa 146.000 Anglerinnen und Angler. Für sie greifen künftig Erleichterungen, die von der Landesregierung im Zusammenhang mit dem Abbau von Bürokratie umgesetzt wurden.

„Das Angeln erfreut sich in Brandenburg seit jeher großer Beliebtheit“,

so Staatssekretär Dr. Nickisch.

„Insbesondere junge Leute finden wieder vermehrt Spaß daran und lernen auf diese Weise zugleich auch viel über die heimische Fisch- und Gewässerfauna, über Naturschutz und brandenburgische Produkte. Um diese Entwicklung weiter zu fördern, haben wir im Rahmen des Bürokratieabbaus die Fischereiabgabe für Personen unter 14 Jahren abgeschafft und die Möglichkeit für Kinder unter 8 Jahren geschaffen, in Begleitung eines Erwachsenen zu angeln. Diese Entwicklung wird sich positiv auf die Erwerbsfischerei auswirken, da die Angelfischerei für sie auch eine wichtige Vermarktungsform darstellt.“