Hauptmenü

Mittelstädt wirbt für Grüne Berufe: Vielseitig, abwechslungsreich, digital und sehr spannend

Debatte im Landtag: „Grüne Berufe in die Zukunft führen“

- Erschienen am 18.06.2026 - Presemitteilung 125/2026

Auf Antrag der Regierungsfraktionen hat der Landtag heute über die Stärkung der Grünen Berufe diskutiert. In der Plenardebatte zum Thema „Grüne Berufe in die Zukunft führen“ betonte Landwirtschafts- und Umweltministerin Hanka Mittelstädt in ihrer Rede: „Grüne Berufe sind attraktiv, vielseitig, abwechslungsreich, digital, innovativ und sehr spannend. Ob Landwirtin, Forstwirt, Winzer, Milchvieh- oder Pferdewirtin: Jugendliche, die jetzt die Schule erfolgreich abschließen, sollten bei ihrer Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche auf jeden Fall auch die Grünen Berufe in den Blick nehmen. Grüne Berufe sind nicht nur ein ‚Job‘, sondern eine wirkliche ‚Berufung‘. Dank moderner Technik, Digitalisierung und dem Fokus auf Nachhaltigkeit sind sie attraktive Zukunftsberufe.“

Ministerin Hanka Mittelstädt sagte im Landtag:

„Der Fachkräftebedarf ist groß. Im ländlichen Raum bieten viele Agrarbetriebe sehr gute Ausbildungsbedingungen mit sicheren Berufsperspektiven. Gute Voraussetzungen sind die Verbundenheit mit Natur und Umwelt, Interesse an Pflanzen, Tieren und Technik sowie Freude an handwerklicher Arbeit. Das Spektrum der Tätigkeiten im Stall, auf dem Feld, im Wald oder im Labor ist breit. Mit mehr als 5.500 Landwirtschaftsbetrieben – inklusive Gartenbau – und mehr als 36.500 Arbeitskräften ist der Grüne Bereich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber und eine zentrale Stütze für den ländlichen Raum.“

Trotz eines leichten Rückgangs bei den Ausbildungszahlen in den letzten beiden Jahren erfreut sich die Ausbildung in den Grünen Berufen nach wie vor großer Beliebtheit. Aktuell befinden sich im Land Brandenburg 1.278 angehende Fachkräfte in einem Ausbildungsverhältnis in einem der Grünen Berufe. Darunter sind 480 Landwirt/-innen, 308 Gärtner/-innen, 119 Forstwirte/-innen, 79 Pferdewirt/-in sowie 105 Hauswirtschafter/-innen.

Der demografische Wandel verschärft auch im Landwirtschaftsbereich die Fachkräftesituation. Einer Prognose aus dem Jahr 2018 nach verlassen bis 2030 circa 70 Prozent aller Beschäftigten die Branchen des Agrarbereichs in Brandenburg aus Altersgründen oder wegen der normalen Fluktuation.

Mit dem Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) und dem Kompetenzzentrum Agraraktiv gibt es in Brandenburg kompetente Ansprechpartner sowohl für Absolventen und Schulen als auch für Unternehmen. 

Zentral für die Attraktivität der Grünen Berufe ist auch die Möglichkeit auf Weiterbildung. In Brandenburg gibt es sechs Regionalstellen für Bildung im Agrarbereich sowie die Brandenburgische Landwirtschaftsakademie an der Heimvolkshochschule am Seddiner See und damit ein gut funktionierendes Angebot beruflicher Weiterbildung. 

Für die Förderung der überbetrieblichen Ausbildung sowie der Ausbildungsnetzwerke werden in Brandenburg mehr als 950.000 Euro ausgereicht. Diese Förderung ist ein Gemeinschaftswerk von Landwirtschafts- und Arbeitsressort. Die überbetriebliche Ausbildung sowie die Ausbildungsnetzwerke sind essenzielle Bestandteile der Bestrebungen des Landes, die Ausbildungsqualität und die Erfolgsquote bei den Berufsabschlussprüfungen zu verbessern.

Zu den Grünen Berufe zählen Landwirt/-in, Tierwirt/-in, Fachkraft Agrarservice, Gärtner/-in, Pferde-wirt/-in, Forstwirt/-in, Milchtechnologe/-in, Milchwirtschaftliche/-r Laborant/-in, Pflanzentechnologe/-in, Revierjäger/-in, Hauswirtschafter/-in und Winzer/-in.

Mehr Informationen: