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„Aktion Gesunde Umwelt“ ermöglicht Pflanzen-Workshop, Meerforellen im Klassenzimmer und Heidepflege

Vernetzungstreffen der Kleinförderprogramme „Aktion Gesunde Umwelt“ und „Lokale Agenda 21“ – Insgesamt 276.500 Euro stehen 2026 zur Verfügung – 89 Projekte werden unterstützt

- Erschienen am 18.09.2026 - Presemitteilung 191/2026

Ob Pflanzenworkshop, Meerforellen im Klassenzimmer, der Bau von Insektenhotels oder Heidepflege – das Umweltministerium unterstützt vielfältige ehrenamtliche Projekte und Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung. Mit den aus Lottomitteln finanzierten Kleinförderprogrammen „Aktion Gesunde Umwelt“ und „Aktion Nachhaltige Entwicklung – Lokale Agenda 21“ werden Vorhaben mit jeweils bis zu 3.000 bzw. 5.000 Euro gefördert. Für 2026 stehen dafür insgesamt 276.500 Euro zur Verfügung, die bereits vollständig vergeben sind; insgesamt 89 Projekte erhalten Unterstützung. Am heutigen Freitagnachmittag findet das jährliche Vernetzungstreffen der beiden Kleinförderprogramme in Beelitz-Elsholz im Landkreis Potsdam-Mittelmark statt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens steht das Thema Agroforst. Wie Agroforst in der Praxis aussehen kann, zeigt der Verein Blühstreifen Beelitz e.V. mit dem geförderten Projekt „Bäume auf dem Acker“. Der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft e.V. gibt zudem Einblicke in die Möglichkeiten und Vorteile dieser nachhaltigen Form der Landbewirtschaftung.

Landwirtschafts- und Umweltministerin Hanka Mittelstädt erklärt zu den Kleinförderprogrammen:

„Unsere Kleinförderprogramme sind ein Erfolg. Überall im Land gibt es engagierte Menschen mit guten Ideen, wie sie Natur und Umwelt schützen können. Oft braucht es dafür gar nicht viel Geld. Genau hier setzen unsere Kleinförderprogramme an: Mit kleinen Summen lässt sich viel bewegen. Die hohe Nachfrage zeigt, wie wichtig die Förderung gerade für Initiativen im ländlichen Raum ist. So können wir mit vergleichsweise geringen Förderbeträgen zahlreiche lokale Projekte unterstützen und konkrete Verbesserungen vor Ort ermöglichen. Das Thema Agroforst zeigt, wie Landwirtschaft und Naturschutz zusammen gedacht werden können.“

Ein Beispiel für die geförderten Projekte ist der Pflanzenworkshop „Bäume auf dem Acker“ des Vereins Blühstreifen Beelitz, der dafür 2025 eine Förderung von 3.000 Euro aus dem Programm „Aktion Gesunde Umwelt“ erhielt. Im Rahmen des Workshops wurden rund 130 Bäume – darunter Hainbuchen, Esskastanien und heimische Obstsorten – auf einem Acker gepflanzt, um ein Agroforstsystem aufzubauen. Dabei werden Ackerflächen mit Baumreihen und Strauchstreifen kombiniert. Das hat viele Vorteile: Agroforstsysteme schützen den Boden, fördern die Artenvielfalt, mildern die Folgen des Klimawandels und helfen, Wasser zu sparen. Der Workshop bot Interessierten die Möglichkeit, diese nachhaltige Form der Landbewirtschaftung kennenzulernen. Beim diesjährigen Vernetzungstreffen wird sich dieses Beispiel vor Ort angeschaut.

Ein weiteres gefördertes Projekt, das beim Netzwerktreffen vorgestellt wird, ist „Meerforellen im Klassenzimmer“ des FARIO e.V., das in diesem Jahr mit 2.000 Euro gefördert wurde. Im Rahmen einer Schul-AG an der Geschwister-Scholl-Grundschule in Perleberg wurden Meerforellen im Aquarium aufgezogen und anschließend zur Unterstützung des Wiederansiedlungsprojekts in die Stepenitz eingesetzt.

Kleinförderprogramm „Aktion Gesunde Umwelt“

Das Programm „Aktion Gesunde Umwelt“ unterstützt ehrenamtliche Projekte und Aktivitäten, die Umweltbildung und einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt fördern. Gefördert werden unter anderem Bildungsangebote zu Recycling, Lebensmittelverschwendung, Energiesparen, naturnahem Gärtnern sowie Projekte zur Information und Sensibilisierung der Bevölkerung. 

Für die Umsetzung entsprechender Projekte in Brandenburg können Sachkosten von bis zu 3.000 Euro gefördert werden. Antragsberechtigt sind grundsätzlich Einzelpersonen, Vereine und Unternehmen. Kitas und Horte können ebenfalls gefördert werden. Voraussetzung ist, dass das jeweilige Projekt in Brandenburg umgesetzt wird. In 2026 werden 40 Projekte unterstützt.

Kleinförderprogramm „Lokale Agenda 21 – Aktion nachhaltige Entwicklung“

Mit dem Kleinförderprogramm „Aktion Nachhaltige Entwicklung – Lokale Agenda 21“ unterstützt das Umweltministerium Projekte insbesondere von ehrenamtlichen Akteuren und Kommunen, die auf eine regionale bzw. lokale nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind. Zum Beispiel Projekte zum nachhaltigen Konsum, Pflanzungen und die Pflege von Bäumen, die Schaffung von Nisthilfen oder Mitmachaktionen. Auch die Entwicklung einer Ernährungsstrategie gemeinsam mit den Menschen in der Gemeinde kann im Rahmen des Programms unterstützt werden. In 2026 sind es 49 Projekte.

Für die Umsetzung von Projekten und Aktivitäten in Brandenburg stehen Sach- und Honorarkosten bis zu 5.000 Euro. Antragsberechtigt sind grundsätzlich Vereine und Verbände, insbesondere ehrenamtliche Nachhaltigkeitsinitiativen, sowie andere gemeinnützige Einrichtungen und Kommunen. Voraussetzung ist, dass das geförderte Projekt in Brandenburg durchgeführt wird. Das Programm bietet damit eine gute Möglichkeit, lokale Ideen mit konkreter finanzieller Unterstützung umzusetzen und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern nachhaltige Veränderungen in der eigenen Gemeinde oder Region anzustoßen.

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