Radon-Vorsorge: Teilnehmende für Messprogramm in 18 Gemeinden gesucht
Freiwillige erhalten Anfang 2027 kostenfrei für zwölf Monate Mess-Boxen, mit denen die Radonkonzentration in der Raumluft von Privathaushalten oder Arbeitsplätzen überprüft wird
- Erschienen am - PresemitteilungDas Verbraucherschutzministerium startet gemeinsam mit dem Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) im kommenden Jahr ein Messprogramm zur Radon-Vorsorge. Dafür werden jetzt Freiwillige in 18 Gemeinden in den Landkreisen Uckermark, Märkisch-Oderland, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz gesucht, die in ihrer Wohnung oder an ihrem Arbeitsplatz Mess-Boxen zur Datenerfassung aufstellen.
Radon kommt überall in der Umwelt vor. Es entsteht im Erdboden als Folge des radioaktiven Zerfalls von natürlichem Uran. Das radioaktive Gas kann man weder sehen, riechen noch schmecken. Aus dem Untergrund kann es in Gebäude gelangen und sich in Innenräumen anreichern.
Gebiete, in denen eine hohe Radonkonzentration in Gebäuden zu erwarten ist, sind als Radon‑Vorsorgegebiete auszuweisen. In Brandenburg ergaben bisherige Untersuchungen keine Anhaltspunkte dafür, aufgrund gesundheitsgefährdender Radonkonzentrationen Radonvorsorgegebiete auszuweisen.
Das Strahlenschutzgesetz schreibt jedoch eine regelmäßige Überprüfung vor, da Radon das Risiko erhöhen kann, an Lungenkrebs zu erkranken. Deshalb sollen nun auch in Brandenburg weitere Radonmessergebnisse gewonnen werden. Dafür wurden einige Gemeinden nach geologisch-fachlichen Kriterien sowie unter Berücksichtigung der Bevölkerungsdichte ausgewählt.
Wichtig: Die Auswahl bedeutet nicht, dass dort eine erhöhte Radonbelastung zu erwarten ist.
Eine Teilnahme an dem Messprogramm verbessert in erster Linie die Datenlage. Sollten erhöhte Messwerte festgestellt werden, können Maßnahmen – wie eine verbesserte Abdichtung der erdberührenden Bereiche des Gebäudes – ergriffen werden.
Die Teilnehmenden erhalten Anfang 2027 kostenlos kleine Mess-Boxen von rund fünf Zentimetern Größe. Sie werden in Aufenthaltsräumen oder an Arbeitsplätzen im Erdgeschoss oder im Keller aufgestellt und nach einem Jahr wieder eingesammelt. Bei der Auswertung wird geprüft, ob die Radonkonzentration in der Raumluft im Laufe des Jahres einen bestimmten Wert überschritten hat. Auf dieser Grundlage kann die bisherige Einstufung zur Ausweisung von Radonvorsorgegebieten überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Teilnehmende werden in Regionen gesucht, die den spezifischen Kriterien entsprechen. Dazu zählen einige Gemeinden in der Uckermark und im Oderbruch sowie vier Gemeinden im Südosten des Landes.
In folgenden 18 Gemeinden werden Interessierte für das Messprogramm gesucht:
Landkreis Uckermark:
17291 Grünow, 17291 Prenzlau, 17291 Randowtal, 17291 Schenkenberg, 17337 Uckerland
Landkreis Märkisch-Oderland:
15320 Neutrebbin, 15324 Letschin, 15328 Alt Tucheband, 15328 Bleyen-Genschmar, 15328 Golzow (Oderbruch), 15328 Küstriner Vorland, 15328 Zechin, 16259 Neulewin, 16259 Oderaue
Landkreis Elbe-Elster:
04932 Großthiemig
Landkreis Oberspreewald-Lausitz:
01979 Lauchhammer, 03205 Calau, 03229 Luckaitztal
Mehr Informationen
Anmeldung zur Teilnahme auf der Seite des beauftragten Dienstleisters:
https://www.kemski-bonn.de/Radon_BB
Information zur Teilnahme an dem Messprogramm:
https://lavg.brandenburg.de/lavg/de/verbraucherschutz/strahlenschutz/radon-messungen-in-brandenburg/
Allgemeine Informationen zu Radon auf der Seite des Verbraucherschutzministeriums:
https://mleuv.brandenburg.de/mleuv/de/umwelt/kerntechnik-und-strahlenschutz/radon/