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Staatssekretär Dr. Nickisch betont große Bedeutung der Tierhaltung für die Landwirtschaft in Brandenburg

Generalversammlung des Landeskontrollverbandes

- Erschienen am 25.03.2026

Brandenburgs Agrarstaatssekretär Dr. Stephan Nickisch bekräftigte heute auf der Generalversammlung des Landeskontrollverbandes die große Bedeutung der Milchwirtschaft und der Tierhaltung für die Landwirtschaft. Zudem würdigte er den Verband als wichtigen Partner sowohl für die Milchviehbetriebe, die er in seiner Arbeit mit Daten, Analysen und Beratung unterstützt, als auch für das Brandenburger Agrarressort.  

Dr. Stephan Nickisch:

„Tierhaltung trägt auch in Brandenburg entscheidend zur Wertschöpfung bei und schafft den größten Teil der Arbeitsplätze in der Landwirtschaft. Damit ist sie ein wichtiger Faktor im ländlichen Raum. Eine Vielfalt von Tierhaltungsbetrieben ist dabei notwendig, um eine funktionsfähige und kreislauforientierte Landwirtschaft zu sichern – und dazu gehört eben auch eine starke Milchwirtschaft. Wir dürfen deshalb nicht zulassen, dass noch mehr Betriebe aus unserer hoch entwickelten Milchproduktion aussteigen und wir uns noch weiter von Agrarimporten aus dem Ausland abhängig machen. Die Milchwirtschaft in Brandenburg muss weiter eine Zukunft haben. Mit dem Landeskontrollverband haben die Betriebe einen leistungsstarken Partner an ihrer Seite, der mit seinen Informationen wichtige betriebliche Managementhilfen zur Verfügung stellt.“

In seinem Grußwort auf der Generalversammlung bekräftigte der Agrarstaatssekretär zudem das Vorhaben der Landesregierung, eine Nutztierstrategie in enger Abstimmung mit den Praktikerinnen und Praktikern sowie den relevanten lokalen Akteurinnen und Akteuren zu erarbeiten.

„Unser Ziel ist es, die viehhaltenden Betriebe zu stärken und die Tierbestände zu stabilisieren. Zudem wird eine Transformation der Tierhaltung hin zu mehr Tierwohl angestrebt, die wirtschaftlich tragfähig ist und bei der die vielfältigen Vorteile einer regionalen Wertschöpfung etabliert werden sollen“,

 so Dr. Stephan Nickisch.

„Um die Brandenburger Betriebe bei der Modernisierung der Tierhaltung zu unterstützen, werden wir zudem die Richtlinie für einzelbetriebliche Investitionen neu auflegen“,

kündigte Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch an.

„Allein im letzten Jahr konnten darüber insgesamt 21 Millionen Euro für Tierwohlmaßnahmen bewilligt werden. Auch die Förderung für „Netzwerke, Kooperationen und regionale Wertschöpfungsketten“ wollen wir über 2026 hinaus weiterführen. Der Zuspruch dieser Richtlinie zeigt sich zum Beispiel im Kalenderjahr 2025, in dem 17 Vorhaben mit einem finanziellen Volumen von knapp 5,5 Millionen Euro bewilligt wurden. Ziel ist dabei, die Erzeugung, die Verarbeitung und die Vermarktung landwirtschaftlicher, biogener und regionaltypischer Erzeugnisse besser an die Erfordernisse des Marktes anzupassen.“

Bezogen auf die derzeit laufenden Verhandlungen zur Ausgestaltung der europäischen Agrarpolitik ab 2028 erklärte Dr. Nickisch:

„Brandenburg wird sich weiterhin beim Bund und der EU dafür stark machen, dass die größeren ostdeutschen Strukturen keine Benachteiligung durch Kappung und Degression erfahren werden, unter der auch die Nutztierhaltung leiden würde. Stattdessen – und da stehen wir an der Seite der Betriebe – setzen wir uns klar für eine flächengebundene, regionalverträgliche und tiergerechte Nutztierhaltung im Land Brandenburg ein.“