Beseitigung von Eisenhydroxidablagerungen in der Spree bei Spremberg
Arbeiten am Stadtmühlenwehr in Spremberg in der nächsten Woche – Stadtmühlenwehr zeitweise abgesenkt
- Erschienen am - PresemitteilungIn der nächsten Woche (36. Kalenderwoche) wird im Auftrag des Landesumweltamtes eine Mobilisierung und Verdriftung von Eisenockerschlamm am Stadtmühlenwehr in Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) stattfinden. Die verfestigten Eisenockerablagerungen schränken den Abfluss der Spree ein. Deshalb sollen die Ablagerungen mit einem Bagger zunächst aufgelockert und durch die Absenkung des Stadtmühlwehres mobilisiert werden, damit sie zügig zur Vorsperre Bühlow weiterfließen können.
Um die hierfür notwendige Fließgeschwindigkeit in der Spree zu erhöhen und somit die Verdriftung des Eisenockers zu unterstützen, wird das Stadtmühlenwehr Spremberg zeitweise abgesenkt. Daher wird es in der nächsten Woche zu schwankenden Wasserständen in der Spree in Spremberg kommen. Außerdem ist die Entnahme von Sediment am Bootssteg im Bereich der Poststraße geplant, um die Erreichbarkeit des Steges wiederherzustellen. Die Maßnahme wird in Kooperation der Wasser- und Bodenverbände „Spree-Neiße“ und „Oberland Calau“ durchgeführt und soll in der kommenden Woche auch abgeschlossen werden.
Aufgrund der geringen Spreeabflüsse und der Stauwirkung des Stadtmühlenwehres haben sich die Eisenockerablagerungen hier über Jahre besonders verfestigt, so dass sie auch bei höheren Abflüssen kaum in Bewegung kommen. Eine Beräumung der Spree im Stadtkern von Spremberg ist technisch nicht möglich, so dass die aktive Verdriftung als Vorzugsvariante herausgearbeitet wurde. Die Belastung der Spree mit Eisenocker ist eine Spätfolge des Braunkohlenbergbaus in der Lausitz.
In der Vorsperre Bülow findet in diesem Jahr wieder die Entnahme des Eisenockers durch die LMBV als zuständige Bergbausanierungsträgerin statt.
Landesamt für Umwelt
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