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Brandenburg fördert Biosauen-Zuchtanlage mit 3 Millionen Euro Landes- und EU-Mittel

Anlage in Wittstock/Dosse (OT Wulfersdorf) wird feierlich eröffnet – Dr. Nickisch: Investition stärkt regionale Wertschöpfung 

- Erschienen am 29.10.2026 - Presemitteilung 215/2026

In Wulfersdorf, einem Ortsteil von Wittstock/Dosse im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wird heute die neu errichtete Biosauen-Zuchtanlage auf dem Hof Grünhagen feierlich eingeweiht. Das Projekt wird gemeinsam von der PONNATH family group, dem Landwirtschaftsbetrieb Grünhagen und dem Schlacht- und Zerlegungsunternehmen Brand Qualitätsfleisch umgesetzt. Insgesamt wurden dabei über 10 Millionen Euro investiert. Das Land Brandenburg hat das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro Landesmitteln und 1,8 Millionen Euro an ELER-Mitteln unterstützt.

Brandenburgs Landwirtschaftsstaatssekretär Dr. Stephan Nickisch:

„Der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten ist ein zentrales Ziel der Landesregierung. Deshalb ist die Investition am Standort Wittstock von herausragender Bedeutung für Brandenburg als Herkunftsregion hochwertiger Lebensmittel und kann Strahlkraft auch über die Landesgrenzen hinaus entwickeln. Die PONNATH family group setzt damit ein klares Zeichen, dass Brandenburg weiterhin ein attraktiver und wachstumsorientierter Investitionsstandort ist, in dem die Bio-Schweinefleisch-Erzeugung Zukunft hat. Brandenburg baut so seine Kapazitäten im Bereich der hochwertigen Lebensmittelproduktion in Bio-Qualität aus, die regionale Versorgung wird gestärkt und die Abhängigkeit von Importen wird reduziert.“ 

Insgesamt bietet die neue Zuchtanlage Platz für 496 Sauen in Biohaltung. Sie besteht aus drei einzelnen Stallgebäuden mit zwei Wartebereichen inklusive Besamungsstation, zwei Abferkelställen und zwei Aufzuchtställen. Durch die Dämmung und einer Deckenhöhe von 4,50 Metern bleiben die Anlagen auch an heißen Tagen kühl. Darüber hinaus wurden ein Sozialgebäude, eine Dunglager- und eine Mehrzweckhalle, eine Kraftsiloanlage und ein Jauchebehälter mit Abdeckung errichtet sowie zwei Löschwasserteiche und die entsprechende Hof- und Wegebefestigung mit Einzäunung angelegt. 

Wöchentlich werden etwa 225 Ferkel erwartet und jährlich etwa 12.600 – perspektivisch sogar bis zu 14.000. Das Futter und die Einstreu für die Tiere werden auf dem eigenen Hof erzeugt. Derzeit werden auf dem Hof Grünhagen 1.550 Hektar konventionell und 400 Hektar nach Naturland-Richtlinien bewirtschaftet. Der Betrieb befindet sich aktuell in der Umstellungsphase auf regenerative Landwirtschaft. 

Die Mast der Ferkel findet dann außerhalb von Brandenburg in Betrieben von Bio-Naturland statt. Für die Schlachtung ist der Partner Brand Qualitätsfleisch zuständig. Die Verarbeitung und Vermarktung erfolgt über die PONNATH family group. Damit erfüllen die Schweine den so genannten „5xD Standard“: geboren, gemästet, geschlachtet, zerlegt und verarbeitet in Deutschland.